Männer dürfen nicht zum Frauenarzt

von Thorsten Blaufelder

Frauenärzte dürfen grundsätzlich keine Männer behandeln. Das gilt auch für die Substitutionstherapie, wenn Frauenärzte eine entsprechende Zusatzqualifikation für die Behandlung Drogenabhängiger haben, heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Urteil des Sozialgerichts (SG) Marburg vom 02.04.2014 (AZ: S 12 KA 301/13).

Es wies damit eine Gynäkologin aus Hessen ab. Sie hat eine Genehmigung für eine Zweigpraxis für die Substitutionstherapie Opiatabhängiger. Dort hatte sie auch Männer behandelt.

Die Kassenärztliche Vereinigung akzeptierte nur einen Männer-Anteil von drei Prozent und kürzte darüber hinausgehende Fälle aus der Honorarabrechnung heraus. Zur Begründung verwies sie auf ihre Abrechnungsrichtlinien, die höchstens drei Prozent fachfremde Behandlungen erlauben.

Dagegen klagte die Frauenärztin. Die Substitutionstherapie betreffe nicht ihr Fachgebiet. Sie werde auch nach einer fachgruppenübergreifend einheitlichen Gebührenposition abgerechnet. Die Drei-Prozent-Grenze sei daher nicht anwendbar.

Das SG wies die Klage jedoch ab ...

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