Kollegenschelte

… sollte man eigentlich nicht betreiben, früher oder später fällt sowas ja auch auf einen zurück.

Zwei Verfahren sind mir hier aber in letzter Zeit sauer aufgestoßen angesichts der “Taktik” der Kollegen, welche nur noch entfernt mit einer angemessenen Vertretung ihrer jeweiligen Mandanten zu tun hatte.

Fall 1:

Vorausgegangen war ein Verfahren, anlässlich dessen der Kollege eine Aktivforderung eines seiner Mandanten geltend gemacht hatte, hierbei aber die Mandanten verwechselt hatte, so dass der dortige Kläger nicht aktivlegitimiert war. Die Forderung des anderen Mandanten war dann verjährt. Klarer Fall der Anwaltshaftung. Klarer Fall? Mitnichten – denn das erfordert, dass der “richtige” Kläger überhaupt einen Anspruch gehabt hätte, dessen er nun durch Verschulden seines Anwalts verlustig gegangen wäre.

Sodann hatte mein Mandant – nun im “richtigen” Parteienverhältnis – seinerseits den “richtigen” Gegner auf Zahlung einer eigenen Forderung gerichtlich in Anspruch genommen. Natürlich – insoweit noch nachvollziehbar – rechnete der Kollege mit dem “versemmelten”, also verjährten, vorstehenden Anspruch auf, was möglich ist, soweit sich die Ansprüche zu irgendeinem Zeitpunkt unverjährt gegenüberstanden, was hier der Fall war.

In der Sache hatte ich dann – durchaus anspruchvoll – die Begründetheit der zur Aufrechnung gestellten Gegenforderung bestritten. Und jetzt kam … nichts ...

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