Offene Immobilienfonds: Anleger verlieren Lust – Nachfrage nach Immobilien steigt

In Zeiten niedriger Zinsen und einer ungewissen Zukunft hinsichtlich Weltwirtschaft und Währungen suchen die deutschen Bundesbürger nach sicheren Investitionsmöglichkeiten. Im Gegensatz zu vergangenen Zeiten spielen Immobilienfonds keine führende Rolle mehr. Es sind vielmehr Immobilien, die die Nase vorne haben.

So ist seit der letzten Reform des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) das Mittelaufkommen offener Immobilienfonds um mehr als die Hälfte eingebrochen, so eine Studie der Ratingagentur Scope.

Niedrige Zinsen verleiten immer mehr Anleger, ihr angespartes Kapital in Immobilien zu investieren. Offene Immobilienfonds haben hingegen an Glanz verloren und spielen nur noch eine nachgeordnete Rolle. Nach Aussage der Ratingagentur Scope wird sich daran auch in den nächsten Jahren nichts ändern. Nach einer durchgeführten Studie hat die Sparte der Offenen Immobilienfonds einen Einbruch des Mittelaufkommens von nahezu 50% zu verzeichnen. In Zahlen bedeutet das, dass den Fondsgesellschaften rund eine Milliarde Euro weniger neue Mittel zugeflossen sind. So betrug das Mittelaufkommen in den erst vier Monaten des Jahres 2013 rund 1,6 Milliarden Euro. Im Vergleich dazu konnten die offenen Immobilienfonds im aktuellen Jahr bis Ende April lediglich 353 Millionen Euro einsammeln. Die Analysten von Scope gehen davon aus, dass vor Inkrafttreten der Änderung des Kapitalanlagegesetzbuches die Fondsgesellschaften die Gelegenheit genutzt haben, um Anleger anzuwerben.

Reform bedeutet Änderung

Die letzte Reform des Kapitalanlagegesetzbuches hat für die Anleger eine eher unvorteilhafte Stellung zur Folge. So konnten diese bis zur Änderung Anteile bis zur Höhe von 30.000 Euro jederzeit und nach Belieben Verkaufen. Nach der Änderung müssen die Anteile mindestens zwei Jahre gehalten werden. In Bezug auf den Verkauf der Anteile gilt eine zwölfmonatige Kündigungsfrist ...

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