Jetzt schreib´ich auch mal was über Fußball und die WM – bevor sie vorbei ist. Auch wenn´s mit Strafrecht nichts zu tun hat.

von Rainer Pohlen

Es war während der Aufstiegsrunde zur Bundesliga im Jahr 1965, als ich im zarten Alter von 12 Jahren zum ersten Mal ein Fußballspiel in einem Stadion besucht habe. Mein Vater interessierte sich nicht für Fußball, aber ein paar Freunde hatten mich animiert, sie ins nach heutigen Verhältnissen lausige Bökelbergstadion zu begleiten. Borussia Mönchengladbach spielte damals gegen Holstein Kiel und gewann knapp mit 1 : 0. Nach dem deutlichen 5 : 1 Auftaktsieg bei Wormatia Worms stiegen damit die Chancen auf den Aufstieg in die zwei Jahre zuvor gegründete 1. Bundesliga. Im nächsten Heimspiel, bei dem ich ebenfalls zugegen war, gab´s ein 7 : 0 gegen den SSV Reutlingen, und das war für mich der Einstieg in die Begeisterung für die Torfabrik der Fohlenelf, die mir in den folgenden Jahren eine Menge wunderbarer Fußballereignisse lieferte.

Die großen Spiele der Borussia in ihrer Glanzzeit habe ich fast alle live gesehen, wie zum Beispiel das 8 : 3 gegen den Club aus Nürnberg gleich in der ersten Bundesliga-Saison, das unvergessliche 11 : 0 im Januar 1967 gegen Schalke, das denkwürdige 7 : 1 gegen Inter Mailand im Europapokal 1971, das wegen des berüchtigten Büchsenwurfs auf Boninsegna wiederholt werden musste, oder das 5 : 1 im Europapokal der Landesmeister 1985 gegen die Königlichen von Real Madrid, das im Rückspiel mit einer 0 : 4 Klatsche konterkariert wurde. „Netzer, Vogts und Heinckes Jupp holen den Europacup“, wurde im Stadion skandiert, als die Aushängeschilder der Gladbacher noch gemeinsam für die Fohlenelf aufliefen, und das Wort „Europacup“ wurde auf rheinisch „Europakupp“ ausgesprochen, damit es sich auf den guten Jupp reimte ...

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