Urteil im Kapitalanlagebetrugsprozess vor dem Düsseldorfer Landgericht

von Rainer Pohlen

Amts- und Landgericht Düsseldorf

Zu Freiheitsstrafen zwischen 3 Jahren und 3 Monaten und 4 Jahren und 2 Monaten hat dass Düsseldorfer Landgericht am gestrigen 16. Hauptverhandlungstag drei Männer verurteilt, denen zur Last gelegt wurde, 69 Geschädigte mit wertlosen Aktienzertifikaten um rund 1,6 Millionen Euro betrogen zu haben.

Die ausgeurteilten Strafen bewegen sich ziemlich genau in der Mitte der in mehreren Verständigungsgesprächen letztendlich vereinbarten Ober- und Untergrenzen und sind aus Verteidigersicht durchaus akzeptabel. Dass unsere Mandanten nicht durch die Bank glücklich sind, versteht sich von selbst, denn wer geht schon gerne ins Gefängnis. Außerdem schweben da immer noch das Hoeneß-Urteil und einige andere Ausreißerentscheidungen durch die Köpfe, und im Vergleich dazu fühlen sich die Angeklagten zu hart bestraft. Ich habe im strafblog unlängst darüber berichtet, welche Krux solche Entscheidungen für uns Verteidiger darstellen können.

Gewerbsmäßigen Betrug mit einem Schaden großen Ausmaßes hat das Landgericht festgestellt und den hierfür geltenden Strafrahmen, der Freiheitsstrafen zwischen 6 Monaten und 10 Jahren vorsieht, schon im Rahmen der Verständigungsgespräche herangezogen ...

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