Sexting Ermittlungen auf amerikanisch

von Mirko Laudon

Das Strafrecht in den Vereinigten Staaten ist mit dem deutschen in vielerlei Hinsicht nicht vergleichbar: Auf einen – selbst für amerikanische Verhältnisse – unfassbaren Fall macht nun die Washington Post aufmerksam: Die Polizei von Manassas City (Virginia) will Fotos vom erigierten Penis eines 17-Jährigen erzwingen, notfalls soll eine Viagrainjektion die Anfertigung solcher Aufnahmen durch die Polizei ermöglichen.

Mutter stellt Strafantrag gegen den Sexting-„Täter“

Dem 17-jährigen Jugendlichen wird vorgeworfen, seiner 15 Jahre alten Freundin einen Videoclip geschickt zu haben, der seinen erigierten Penis zeigt – als Antwort auf nicht näher beschriebene Fotos, die sie ihm zuvor übermittelt hatte. Die Mutter der 15-jährigen stellte Strafantrag, die Staatsanwaltschaft leitete aufgrund des Sextings zwei Strafverfahren gegen den Jungen wegen Besitzes und Herstellung von Kinderpornografie ein.

Jetzt werde er vor die Wahl gestellt, sich entweder unverzüglich schuldig zu bekennen oder in einem Krankenhaus unter Aufsicht der Polizei einer Zwangsbehandlung unterworfen zu werden, an dessen Ende die ihn vermeintlich belastenden Fotoaufnahmen entstehen sollen ...

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