Die Bekämpfung der Korruption

Dieser Tage sind die Korruptionsvorwürfe in Verbindung mit der Vergabe der Austragungsorte der kommenden Fußballweltmeisterschaft in aller Munde. Doch man sollte sich nicht der Illusion hingeben, Deutschland wäre frei von Korruption.

Allgemein siedelt man Korruption eher in Entwicklungs- und Schwellenländer an oder assoziiert einzelne Länder wie z.B. Italien damit – aber es gibt sie auch in unserem Land. Laut einem Verzeichnis der nichtstaatlichen Organisation Transparency International, mit dem seit 1995 das Ausmaß von (wahrgenommener) Korruption in den verschiedensten Ländern gemessen wird, liegt Deutschland auf dem 12. Platz von 177 aufgeführten Staaten (Stand 2013). Angeführt wird die Liste von Dänemark , Neuseeland, Finnland und Schweden. Dieser sogenannte Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions Index, CPI) gibt jedes Jahr die wahrgenommene Korruption nach einem Punktesystem von 0 bis 100 wieder, wobei die wahrgenommene Korruption geringer ist, je mehr Punkte erreicht werden. Mit 78 erreichten Punkten (79 Punkte im Jahr 2012) besteht für Deutschland durchaus noch Handlungsbedarf.

Strafrechtlich ist Korruption zwar in den hiesigen Gesetzen verankert, ist aber zur Bekämpfung längst nicht ausreichend. Die Anzahl der mit der Korruption strafrechtlich begangenen Straftatbestände der Bestechung bzw. Bestechlichkeit (§§ 332, 334, 335 StGB), Vorteilsannahme bzw ...

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