Der Anspruch ist nicht das Interesse

von Gerfried Braune

Nein, es liegt nicht am Unvermögen von Richtern, das es bei Gericht in aller Regel nicht zu einer interessengerechten Konfliktlösung kommen kann. Das Problem ist, dass den Richtern nur die Akte vorliegt. In der Akte befinden sich nur die Schriftsätze mit den Anträgen. Aber die Anträge beinhalten (zumindest in den meisten Fällen) nicht das Interesse der Parteien.

Das liegt daran, dass die hinter dem geltend gemachten Anspruch, der sich im Antrag ausdrückt, liegenden Interessen im juristischen Verfahren keinen Raum haben. Das liegt aber auch daran, dass die Anwälte, die die Anträge formulieren, eben einen konkreten Antrag aus den Interessen herausdestillieren müssen. Da haben dann Wünsche, Gefühle und Interessen keinen Platz.

Den Richtern bleibt nichts anderes übrig, als im Bereich des Sachkonflikts zu bleiben (manche Richter sind aber ganz froh darum), und die Hintergründe außen vor zu lassen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK