Wie schwer ist das 2. Examen in Jura?

von Lucas Kleinschmitt

Dieser Beitrag ist Teil der Artikelserie Einstiegsfragen zum Referendariat.

Wenn das erste Staatsexamen geschafft ist, atmest du als Jurist erstmal auf. Jetzt ist das Schlimmste geschafft.

Oder?

Ist in Jura das 1. oder 2. Examen schwieriger? Kommt im zweiten Examen einfach das gleiche nochmal, mit ein paar Extras gewürzt?

Mitnichten. Das zweite juristische Staatsexamen ist kein Stück leichter als das erste. Du musst auch nicht weniger arbeiten. Natürlich hast du nicht die gleichen Stoffmengen zu bewältigen wie vor dem ersten Examen. Du hast aber eben auch viel weniger Zeit. Und dafür kommt doch ziemlich viel Stoff und eine ganz neue Klausurtechnik hinzu.

Hier ein paar der besonderen Schwierigkeiten des zweiten Examens:

Das materielle Recht

Zunächst einmal musst du das materielle Recht nach wie vor beherrschen. Vieles brauchst du nicht mehr in dem Detail, dafür musst du jetzt aber den Standpunkt der Rechtsprechung kennen. Im ersten Examen hat es noch gereicht, dass du weißt, welche Meinungen vertreten werden. Was davon genau herrschende Lehre und was Rechtsprechung ist, war egal. Das ist nun anders, da du im zweiten Examen immer der Rechtsprechung folgen solltest. (Du hast zwar im zweiten Examen Kommentare zur Verfügung, allerdings nur wenig Zeit, sie zu nutzen). Außerdem spielen nun einige materiell-rechtliche Themen, die vorher im ersten Examen weniger relevant waren, eine größere Rolle, wie beispielsweise der Prozessvergleich oder das Anfechtungsgesetz.

Wie du das materielle Recht für das zweite Staatsexamen am effektivsten wiederholst, habe ich hier beschrieben.

Prozessrecht

Dazu kommt das ganze Prozessrecht, was im zweiten Staatsexamen wirklich herausragend wichtig ist ...

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