Rock am Ring: Das Festival zieht um, der Name bleibt in der Eifel?

von Evgeny Pustovalov

Wie Spiegel Online berichtet, wurde Marek Lieberberg, ein deutscher Konzertveranstalter und der Erfinder der Festivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“, nach einem Interview diesem Medium mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung konfrontiert.

Der Antrag sollte verhindern, dass Herr Lieberberg den Namen “Rock am Ring” nach seinem Weggang aus der Eifel im kommenden Jahr mit an einen neuen Festivalstandort nimmt. Dies hat er nämlich im genannten Interview wie folgt angekündigt:

„Rock am Ring” ist eine Vision, die ich vor 30 Jahren hatte. Eine Idee, die ich verwirklicht habe – auf dem Nürburgring und ohne Hilfestellung Dritter. Wir haben die Marke erfunden, wir haben ihr zu einem Kultcharakter verholfen, und die Marke bleibt bestehen. Sie ist überhaupt nicht an den Nürburgring gebunden.

[…] Wir haben im Moment sechs verschiedene Optionen. Bis Ende Juni, Mitte Juli sollten wir eine Richtungsentscheidung haben, wie und wo es mit “Rock am Ring” weitergeht.“

Nach diesen Äußerungen leitete der frühere Geschäftspartner Lieberbergs, die Nürburgring GmbH i.E., ein Eilschutzverfahren vor dem Landgericht Koblenz ein, und hatte damit weitgehend Erfolg. Laut einer aktuellen Pressemitteilung untersagte das Landgericht Marek Lieberberg und seiner Konzertagentur einstweilen, ein Konzertfestival unter dem Titel „Rock am Ring“ ohne vorherige Zustimmung der Nürburgring GmbH i.E. anzukündigen, zu bewerben oder zu veranstalten (LG Koblenz, Urteil v. 30.06.2014, Az. 2 HKO 32/14) ...

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