NSA – Kaum Zielpersonen unter der überwachten Bevölkerung

Neben den unzähligen Enthüllungen rund um die NSA-Schnüffel-Affäre erstarkt eine weitere Vermutung zur Gewissheit: Die Datensammlung der Geheimdienste erstreckt sich nicht lediglich auf terroristische Zielpersonen, sondern erfasst in der weit überwiegenden Zahl vorwiegend den “normalen Bürger”.

Was war geschehen?

Man hätte es ahnen können: Die Geheimdienstbehörden, allen voran die NSA, schnüffeln in der Mehrzahl der Fälle dem “normalen Bürgern” hinterher, berichtet heise online, die sich wiederum auf einen Bericht von „The Washington Post“ beziehen.

Viel weniger gäbe es zu sammeln und auszuwerten, würden die Geheimdienste ihre Arbeit ausschließlich der Terrorabwehr widmen. Es dürfte daher wenig verwundern, dass 90% der Überwachungsmaßnahmen normale Internetnutzer treffen, welche nicht Ziel der Überwachung von Terrorverdächtigen sind, so die Washington Post:

„Nine of 10 account holders […] were not the intended surveillance targets […]”

Für die Untermauerung dieses Ergebnisses bezieht sich die Washington Post auf die Auswertung einer Datenbank, die aus den Enthüllungen Edward Snowdens stammt. Die Überprüfung der Datenbank förderte zutage, dass von der NSA Tag um Tag überwiegend nicht zur Abwehr von Terroristen geeignete, also sogenannte nutzlose, Daten gesammelt werden:

„None of the hits that were received were relevant,[…]”

so die Washington Post weiter.

Mehr oder weniger überraschend dürfte dabei sein, dass viele der Informationen über US-Bürger trotz mehr oder weniger tauglicher Anonymisierung eine Personenbeziehbarkeit zuließen. Aber das ist nicht alles! Gesammelt wurden neben textlichen Informationen auch Bild- und Videomaterial, welches mit Blick auf den Inhalt (z.B. Aufnahmen von Kleinkindern) offensichtlich keinerlei terroristischen Bezug aufwies ...

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