Honorarfalle Beratungsmandat

Geld lauert in der Falle nur wenig

Wer ohne Vergütungsvereinbarung berät, dem kann es ergehen, wie dem Anwalt in einem vom AG Stuttgart kürzlich entschiedenen Fall. Er hatte ein Beratungshonorar in Höhe von EUR 249,00 eingeklagt und EUR 48,20 zugesprochen erhalten.

Die Mandantin hatte sich ratsuchend per E-Mail an den Anwalt gewandt und von diesem bei einem telefonischen Rückruf eine Einschätzung der Rechtslage erhalten, gleichzeitig bat der Anwalt um ein
schriftliches Gedächtnisprotokoll und Hereingabe weiterer Unterlagen. Acht Tage später erfolgt Sachstandsanfrage der Mandantin, hierauf übersendet der RA eine Vergütungsvereinbarung über EUR 249 nebst einer Vollmachtserklärung; sodann erfolgt Mitteilung der Mandantin, die Sache nicht weiter verfolgen zu wollen – alles am gleichen Tag per E-Mail.

Wegen Fehlens einer Vergütungsvereinbarung ergibt sich die Vergütung aus §§ 34 Abs.1 Satz 3 RVG i.V.m.§§ 612, 315 BGB. Die angemessene Gebühr beträgt nach Ansicht des AG EUR 48,20. Laut dem RA betrug der Zeitaufwand 225 Minuten (u.a. Prüfung und Erläuterung europarechtlicher Vorschriften und des Montrealer Übereinkommens) ...

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