Nach Porno-Drehs: Diakonie und Erzieherin einigen sich nicht

von Markus Stoffels

Ein nicht ganz alltäglicher Fall beschäftigt derzeit das Arbeitsgericht Augsburg. Wiederum geht es um die Entlassung einer Mitarbeiterin einer kirchlichen Einrichtung. Diesmal allerdings nicht wegen Wiederverheiratung oder Kirchenaustritts, sondern wegen unsittlichen Lebenswandels. Konkret geht es um die Klage einer 38jährigen Erzieherin, die seit 17 Jahren bei der Diakonie Neuendettelsau beschäftigt ist. Ihr war fristlos gekündigt worden, nachdem bekannt geworden war, dass sie in ihrer Freizeit als Darstellerin an Pornofilmen mitgewirkt hatte. Am 2.7.2014 fand vor einer Kammer des Arbeitsgerichts Augsburg der Gütetermin statt. Zu einer Einigung ist es dort nicht gekommen. Der Rechtsanwalt der Diakonie bezeichnete die Kündigung der 38-Jährigen als rechtens. Zum einen, weil sie generell keine Nebentätigkeit bei ihrem Arbeitgeber Diakonie angemeldet hatte. Zum anderen sei die Art ihrer Nebentätigkeit nicht mit den Werten der Kirche und dem Dienstauftrag der Diakonie vereinbar. Eine Abfindung komme vor diesem Hintergrund nicht in Betracht ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK