Eventualvorsätzlicher Verstoss gegen das Waffengesetz

Das Kantonsgericht von Graubünden hat einen Mann wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz (Herstellung von Munition) verurteilt, weil er nicht über die dafür erforderliche Waffenhandelsbewilligung (Art. 17 Abs. 1 WG) verfügte. Er hatte u.a. geltend gemacht, sich beim Waffenrechtsexperten Dr. C. rechtskundige gemacht zu haben. Das Kantonsgericht drehte den Spiess aber offensichtlich um und verurteilte den Mann ausgerechnet unter Hinweis auf eine Publikationen von Dr. C. So jedenfalls ist es dem Urteil des Bundesgerichts zu entnehmen, das die Verurteilung bestätigt (BGer 6B_326/2014 vom 19.06.2014):.

Es sei widersprüchlich, die Angaben und Auskünfte von Dr. C. als Einschätzungen einer Privatperson abzutun, aber gleichzeitig im vorinstanzlichen Urteil dessen Publikation zum Schweizer Waffenrecht zu zitieren (E. 2.1).

Unerheblich war auch, dass der Verurteilte an Strafverfolgungsbehörden lieferte:

Schliesslich helfe ihm auch die Behauptung nicht, dass er zahlreiche Polizeibeamte und Untersuchungsrichter mit Patronen bedient habe und diese Personen nie interveniert hätten, obwohl sie gewusst hätten, dass er die Patronen zu Hause hergestellt habe ...

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