Auf dem Weg zur flächendeckenden Ladeinfrastruktur

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Aktuell stehen für die ca. 15.000 in Deutschland zugelassenen Elektrofahrzeuge etwa 9.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung.

In der Praxis ist das Ladeangebot je nach Fahrzeugtyp und Ausstattung deutlich kleiner – schon alleine durch die unterschiedlichen Ladestecker an den Ladesäulen. Aktuell werden acht verschiedene Ladestecker angeboten, welche nur teilweise durch Adapter kompatibel sind.

Welche Vorgaben plant Brüssel?

Mittelfristig soll jede neuen Ladeeinrichtung mit einem EU-weit einheitlichen Ladestecker (Typ 2/Combo 2) zugänglich sein. Dies gibt die aktuelle EU-Richtlinie zum Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe vor. Sie schließt aber nicht aus, fakultativ auch andere Ladestecker (CHAdeMo/Tesla Supercharger) in sogenannten Multistandard-Ladeeinrichtungen einzusetzen. Die Zustimmung des Europäischen Rates zur Richtlinie steht aber noch aus.

Diese Richtlinie schlägt vor, ein Kernnetz aufzubauen, bestehend aus einer Ladestation für zehn Elektrofahrzeuge. Zu Beginn des Gesetzgebungsverfahrens war das Ausbauziel deutlich ambitionierter gewesen. Basierend auf national zu entwickelnden Strategierahmen der EU-Länder soll dieses Minimum an Infrastruktur bis 2020 innerhalb von Ballungsräumen aufgebaut werden. Gemessen an den aktuellen Zulassungszahlen erfüllt die vorhandene Infrastruktur schon heute diese Vorgabe. Mit Blick auf das strategische Ziel der Bundesregierung von 1 Mio. zugelassenen Fahrzeugen bis zum Jahr 2020 auf unseren Straßen müsste die Infrastruktur deutlich ausgebaut werden. Die vorhandenen ca. 4400 Typ-2-Ladepunkte würden hierfür nicht ausreichen.

Akteure auf dem Ladeinfrastrukturmarkt

Die beiden etablierten Marktrollen auf dem Ladeinfrastrukturmarkt sind der sog. „Ladeinfrastruktur-Betreiber“ und der „Mobilitätsanbieter“. Vereinfacht könnte man diese mit den bestehenden Marktrollen der Energiewirtschaft vergleichen ...

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