“Wenn ich verreist bin und das Haus brennt, komm’ nicht auf die Idee zu löschen!”

von Liz Collet

Einleitende Sätze eines Krimis?

Man könnte auf diese Idee kommen.

Drehbuchidee einer der vielen, so beliebt gewordenen skurilen Tragikomödien, in denen ein bisserl schräge Figuren am Rande des Gesellschaft, ohne Geld, ohne Arbeit, ohne Perspektive, jenseits der Vermittelbarkeit auf Arbeits- und Heiratsmärkten und sogar jenseits der Vermarktungsfähigkeit in Formaten wie “Bauer, ledig, sucht” aus ihrem Hab, Gut und Grundbesitz und Haus und Scheune darauf mit einer zündenden Idee wie Phoenix aus der dann bleibenden Asche steigend, das Überleben des Dorfsterbens probieren.

Und je nach Drehbuchkritzler-Vorliebe daran scheitern — oder auf unerwartete Weise und durch Handeln anderer in ihren Plänen durchkreuzt doch noch eine unvorhergesehene Lösung entdecken und umsetzen.

Happy End, Haus abgefackelt oder auch nicht, Warmabbruch cienastisch für neuen Aufbruch aus auswegloser Lebensschieflage. Damit lässt sich noch filmisch bisserl Geld machen.

Kaum noch aber real aus dem früher als “Zementgold” auf eigenen Grund und Boden gesetztem Vermögen, sprich Grundeigentum und des Deutschen liebstes Kind: dem eigenen Häusle. Oder Omas Häusle. Vor allem auf dem Land.

Wer in Städten wie München eine Wohnung sein eigen nennt, tut gut daran, sie nicht wieder zu verkaufen, wenn er bei überschaubarer Höhe der eigenen Rente und mit Blick in Inserate des Wohnungsmarktes, dortige Preise und vor allem die zunehmende Reduzierung des Mieterschutzes und die nur in Kommunalwahlkampfzeiten propagierte, sonst aber nicht praktizierte “soziale” Miet- und Wohnungsmarktpolitik im Auge und seine fünf Sinne und seinen Verstand zusammenhält ...

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