Wie ein Urlaubsspaß zu bösem Erwachen führen kann

von Mirko Laudon

In den letzten Tagen kursierte im Internet ein eindeutiges Video, das zeigt wie schnell auf einen „harmlosen“ Urlaubsspaß ein wahrhaft böses Erwachen folgen kann. Das Handyvideo, welches offenbar in einem Club auf Mallorca gedreht wurde, zeigt eine junge blonde Frau, die innerhalb von zweieinhalb Minuten hintereinander an insgesamt 23 Männern den Oralverkehr ausführt – nur ein paar Sekunden, dann geht es zum nächsten Typen. Manchen Jungs zieht sie die Shorts herunter, andere warteten bereits mit heruntergelassenen Hosen. Als Preis für die Aktion winkte ein Freigetränk, dazu aber später mehr. Aus verständlichen Gründen kann das Video, welches in sozialen Netzwerken heftig diskutiert wird, hier natürlich nicht verlinkt werden.

Nach Medienberichten soll es sich bei dem Mädchen um eine 18-jährige Britin1 handeln. Man stelle sich nun aber vor, es zeigt sich später, dass das Mädchen eben noch nicht 18 Jahre alt war, sondern erst 17 Jahre und 11 Monate. Niemand der Herren wird zuvor ihren Ausweis kontrolliert haben; man kann nur hoffen, dass der Clubbetreiber seiner entsprechenden (Fürsorge-) Pflicht nachgekommen ist. Jedenfalls würde dann aus diesem „Spaß“ eine 23-fache Vergewaltigung.

Ausnutzung der Unfähigkeit von Jugendlichen zur sexuellen Selbstbestimmung

Zwar handelte die Frau offenbar freiwillig2, dies spielt allerdings wegen § 182 Abs. 2 StGB keine Rolle. Danach wird eine Per­son über 18 Jah­ren mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bestraft, die eine Person unter 18 Jah­ren da­durch miss­braucht, dass sie ge­gen Ent­gelt se­xu­elle Hand­lun­gen an ihr vor­nimmt oder an sich von ihr vornehmen lässt.

Der sexuelle Missbrauch von Jugendlichen in § 182 StGB wird nach der Legaldefinition in § 177 Abs ...

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