Süchtige Staatsanwältin bezahlt Pillen vom Gutachter mit Sex

von Sascha Petzold

Der bekannte Gutachter Thomas S. in München wurde angeklagt: Er soll einer süchtigen Staatsanwältin Rezepte für verschreibungspflichtige Medikamente gegeben und dafür Sex verlangt haben. Die Süddeutsche Zeitung vom 5./. Juli 2014 berichtet.

Die Staatsanwältin (zeitweise auch Richterin), bei der auch Kokain gefunden wurde, sei schon seit Jahren süchtig.

Wie hat die süchtige Richterin in Betäubungsmittelverfahren agiert?
Mit Verständnis für die Angeklagten?
Mit der in Bayern üblichen Härte gegen Konsumenten?
Werden die Verfahren wieder aufgenommen, weil die Richterin vielleicht verhandlungsunfähig war?
Fragen über Fragen.

Rechtsanwalt Sascha Petzold

Der Psychiater Thomas S. ist allen Münchner Strafverteidigern bekannt. Seine Geschichte wird mit Schmunzeln weiter gegeben. Angeblich bestellt die Staatsanwaltschaft in München den Gutachter schon lange nicht mehr.

Tatsächlich hatte ich noch vor ein paar Jahren ein Verfahren, in dem Thomas S. von der Staatsanwaltschaft mit einem Prognosegutachten beauftragt wurde. Ohne relevanten Inhalt, kam er zu dem von der Staatsanwaltschaft gewünschten Ergebnis. In der Hauptverhandlung leitete er sein Gutachten wie folgt ein:

Jetzt zum Prognosegutachten – also die Prognose ist rabenschwarz ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK