Follow the money – or not?

von Alexander Schmid

Die Vielzahl der sich momentan im Internet befindlichen Streaming- und Filesharing-Seiten, welche ihre Inhalte gerade auch für den deutschsprachigen Raum anbieten, könnte auf den ersten Blick vermuten lassen, ein umfassender und durchgreifender urheberrechtlicher Schutz sei nur ein leeres, lebensfernes Wunschdenken der Musik- und Medienindustrie. Doch gerade hinsichtlich des deutschen Urheberrechts trügt der Schein hierbei ganz eindeutig, insofern das deutsche Urheberrecht einen vielmehr ganz konkreten Schutzauftrag verwirklicht.
Fraglich ist dabei jedoch dennoch, weshalb dann so viele vermeintlich rechtswidrige Webseiten im Umlauf sein können, wenn ein urheberrechtlicher Schutz hierzulande ja ausreichend existiert. Diese „Theodizee-Frage des Urheberrechts“ lässt sich vor allem mit der Problematik des grenzüberschreitenden Datenverkehrs im Internet beantworten. So erfahren selbstverständlich Webseiten auf inländischen Servern die Restriktionen des Urheberrechts. Das Problem hierbei ist jedoch, dass der „Arm des Gesetzes“ dann wiederum auch nur auf ebenjene Provider (die quasi nicht relevant sind) verkürzt ist. Das Internet als das „Netz der Netze“ funktioniert nun mal nicht in national isolierten und damit ggf. besser kontrollierbaren Teilnetzen ...

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