Wenn zwei verkehrswidrig fahrende Radfahrer zusammenstoßen – Haftungsquote?

von Ingo Julian Rösch

Stößt

  • eine Radfahrerin, die den Radweg einer bevorrechtigten Straße entgegen der Fahrtrichtung befährt,
  • mit einem aus einem verkehrsberuhigten Bereich auf den Radweg einbiegenden Radfahrer


zusammen, kann eine Haftungsquote von 2/3 zu Lasten des Radfahrers und 1/3 zu Lasten der Radfahrerin gerechtfertigt sein.

Das hat der 26. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm mit Urteil vom 06.06.2014 – 26 U 60/13 – entschieden.

In so einem Fall hat der Radfahrer, der aus dem verkehrsberuhigten Bereich auf den Radweg eingebogen ist gegen § 10 Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) verstoßen. Er hätte nämlich vom verkehrsberuhigten Bereich nur so auf den Radweg einbiegen dürfen, dass eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist. Dem hat er nicht genügt.

Die Radfahrerin hat dadurch, dass sie den Radweg entgegen der Fahrtrichtung benutzt hat gegen § 2 Abs. 4 StVO verstoßen ...

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