Umsatzsteuerbefreiung: Burn-Out-Kurse im Bereich der Primärprävention

Burn-Out-Kurse, die im Bereich der Primärprävention (§ 20 SGB V) ohne ärztliche Verordnung von Sozialpädagogen durchgeführt werden, sind nicht umsatzsteuerfrei (FG Hamburg 14.4.14, 1 K 51/13, NZB BFH V B 60/14).

Die Klägerin studierte Sozialpädagogik und absolvierte eine fünfjährige psychotherapeutische Zusatzausbildung. Sie war dann im Bereich der Therapie bzw. des Coachings tätig. Für eine Krankenkasse entwickelte sie einen Kurs zur Prävention von Burnout im Bereich der Primärprävention gemäß § 20 Abs. 1 SGB V, den sie auch durchführte. Die Krankenkasse übernahm neben der Entlohnung auch die Reise- und Übernachtungskosten sowie die Raummiete der angemieteten Kursräume gegen Vorlage der Belege.

Nach Meinung des FG Hamburg sind die Erlöse der Klägerin keine nach § 4 Nr. 14 S. 1 UStG (a. F.) befreiten Umsätze aus der Tätigkeit als Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut (Krankengymnast), Hebamme oder aus einer ähnlichen heilberuflichen Tätigkeit, da es Leistungen zur Prävention und Selbsthilfe i.S. des § 20 Abs. 1 SGB V an einem therapeutischen Zweck fehle ...Zum vollständigen Artikel

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