Wer von einer Kfz-Werkstatt falsch beraten wird kann Anspruch auf Nutzungsausfall haben.

von Daniela Maier

Das hat der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Oldenburg mit Urteil vom 26.06.2014 – 1 U 132/13 – entschieden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall sollte die Werkstatt des Beklagten im Auftrag der Klägerin nach der Ursache für auftretenden Ölverlust bei ihrem VW T4, Baujahr 2001 mit einem Kilometerstand von ca. 250.000 suchen, in den sie sich zuvor von einer anderen Werkstatt einen Austauschmotor hatte einbauen lassen. Dort wurde ihr nach einer Probefahrt, bei der erneut ein Ölverlust festgestellt worden war, von einem Mitarbeiter der Beklagten erklärt, der Ölverlust sei nicht auf Verschleiß, sondern auf einen erheblichen Motorschaden zurückzuführen. Entweder sei der Austauschmotor bereits bei seinem Einbau defekt gewesen, oder aber es seien Fehler bei dessen Einbau gemacht worden.
Es sei davon abzuraten, das Fahrzeug bis zur Klärung der genauen Ursache in diesem Zustand für größere Strecken zu nutzen.

Die Klägerin führte daraufhin ein Beweissicherungsverfahren gegen die andere Werkstatt durch und ließ ihr Fahrzeug 197 Tage unbenutzt stehen.

In dem Beweissicherungsverfahren stellte sich heraus, dass der von dem Mitarbeiter des Beklagten geäußerte Verdacht eines Motor- oder Getriebeschadens falsch war ...

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