Stallhaltung von Hunden ….

von Martina Schlosser

… und dann auch noch ohne Tageslicht, ist, wen wundert’s, nicht tierschutzgerecht.

Das Verwaltungsgericht Münster hatte über die Wegnahme eines Hundes und die Auferlegung eines Tierhaltungsverbotes gegen einen Kläger zu entscheiden, der eine Hündin dauerhaft in einem verdreckten Stall gehalten hatte.

Der Kläger war Halter der Schäferhündin „Cindy“ und wohnt in einem Haus mit angrenzendem Stalltrakt. Aufgrund einer Beschwerde überprüfte der Beklagte die Hundehaltung durch den Kläger. Dabei stellten die Mitarbeiterinnen des Beklagten fest, dass der Aufenthaltsbereich der Hündin sich im dämmrigen Stalltrakt ohne Sicht nach außen befand und nur mit kleinen Fensteröffnungen versehen war. Der Boden, auch neben der Schutzhütte, war mit einer ca. 8 cm hohen Kotschicht überzogen, so dass kein Stallboden mehr erkennbar war. Der Kot war größtenteils getrocknet und mit einer Pilzschicht überzogen. An einigen Stellen lagen frische Kothaufen. Im Aufenthaltsbereich stand „Cindy“ Wasser und Futter zur Verfügung, der Nährzustand des Tieres war gut. „Cindy“ hatte überlange Krallen. Aufgrund der vorgefundenen Haltungsbedingungen nahmen die Mitarbeiterinnen des Beklagten dem Kläger die Schäferhündin „Cindy“ fort und brachten sie in einem Tierheim unter. Gleichzeitig wurde mündlich ein Tierhaltungs- und Betreuungsverbot verhängt.

Mit Ordnungsverfügung vom 27.09.2013 bestätigte der Beklagte die mündlich ausgesprochene Verfügung und ordnete an, dass

  • dem Kläger die graue Schäferhund-Malinois-Hündin „Cindy“ fortgenommen und veräußert bzw. abgegeben wird (Nr. 1) und
  • dem Kläger das Halten und Betreuen von Tieren untersagt wird (Nr. 2).

Ferner ordnete der Beklagte unter Nr. 3 der Verfügung die sofortige Vollziehung an und drohte dem Kläger unter Nr. 4 die Anwendung unmittelbaren Zwangs in Form der Fortnahme an, wenn er der Anordnung zu Nr. 2 nicht nachkomme ...

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