OLG Hamm: Abschluss des Verfahrens zu schwer hirngeschädigter griechischer Patientin

von Liz Collet

Die Klägerin, eine heute 42 Jahre alte Fremdsprachenkorrespondentin aus Griechenland, hatte nach einer von den beklagten Ärzten im Oktober 2004 im ebenfalls klageeweise in Anspruch genommenem Krankenhaus durchgeführten Operation eine Nachblutung erlitten.

Nach klägerischer Auffassung war diese behandlungsfehlerhaft zu spät erkannt und versorgt worden. Infolge der Nachblutung erlitt die Klägerin einen dauerhaften, durch eine Unterversorgung mit Sauerstoff ausgelösten schweren Hirnschaden (hypoxischer Hirnschaden).

Nach gestern veröfentlichtem, zwischen den Parteien außergerichtlich vereinbarten und vom OLG Hamm mit Beschluss vom 27.06.2014 festgestellten Vergleich ist der Prozess mit der durch ärztliche Behandlungsfehler hirngeschädigten Patientin aus Griechenland nun beendet worden. Zur Regulierung aller Schadensersatzansprüche der Klägerin aus ihrer Operation und der Behandlung durch die Beklagten haben die Parteien folgende Leistungen zugunsten der Klägerin vereinbart:

- Über bereits als Schmerzensgeld gezahlte 250.000 Euro wird ein weiteres Schmerzensgeld von 150.000 Euro gezahlt.

- Ab dem 01.07.2014 erhält die Klägerin lebenslang monatlich 8.000 Euro zur Deckung von Aufwendungen, die ihr aus der Operation und der Behandlung und die dadurch verursachten Gesundheitsschäden fortlaufend entstehen.

- Für in der Zeit bis zum 30.06.2014 entstandene, noch nicht ersetzte Aufwendungen erhält die Klägerin einen Schadensersatzbetrag von 341.000 Euro.

Mit dem Vergleich haben die Parteien alle wechselseitigen Ansprüche aus der streitgegenständlichen Behandlung erledigt und den vor Ge-richt ausgetragenen Streit endgültig beendet.

Beschluss Oberlandesgericht Hamm vom 27.06.2014 – 26 U 158/12
Quelle: Mitteilung OLG Hamm 30.6 ...

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