„Ein Lied!” – Die Blockwarte von facebook

von Dietmar Dworschak

Europäer schauen, wenn sie jemanden frisch kennenlernen, durchaus auch mal mürrisch drein. Amerikaner sind hier evolutionär schon eine Stufe weiter.

Sie sagen „Nice to meet you“, selbst wenn sie ihr Gegenüber für einen Volldeppen halten und nie und immer daran denken, dessen Freund zu werden.

Diese Methode der menschlichen Annäherung hat facebooks Freunderlwirtschaft perfektioniert. Man mag sich, man findet einander rund um Welt supertoll und ultracool, ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken, wer oder was dieser neue „Freund“ ist.

Das „soziale Netzwerk“ verklebt Eskimos mit Nigerianern, Ukrainerinnen mit Russen, Neuseeländer mit Burgenländerinnen. Alle Menschen werden Brüder (und – politisch korrekt: Schwestern!!!)

Da sich Brüder – wie jede Art von Geschwistern – nicht selten auf die Nerven gehen bedarf es strenger familiärer Regeln. Facebook lässt zwar diesen und jenen „Shitstorm“ zu, mag aber auf der anderen Seite gar nicht, wenn die große Netzwerkfamilie schlechter Laune ist.

Um das Sempern und Sudern in der Community abzustellen hat facebook gerade getestet, wie man gute Laune erzeugt: Negative Nachrichten wurden grob ausgefiltert, nette Botschaften bekamen Vorfahrt.

Und siehe da: des Volkes Laune stieg. Getreu dem Motto: „Ein Lied!“

Auch die Nachricht über diesen – von Wissenschaftlern unterstützten – „Psychotest“ wird keines der vielen Millionen facebook-kids (und seniors) erschrecken ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK