Neuregelung für Insolvenzverfahren ab 1. Juli in Kraft

von Oliver Gothe Syren

Heute ist das sog. Gesetz zur Verkürzung des Restschuldbefreiungsverfahrens und zur Stärkung der Gläubigerrechte in Kraft getreten. Damit gelten ab jetzt wesentliche Änderungen für Privatinsolvenzen und Verbraucherinsolvenzen.

Nach den hier bei INSOLVENZ-NEWS bereits erfolgten Informationen

• zur Verkürzung der Wohlverhaltensperiode auf 3 Jahre,

• Verschärfung bei Unterhalts-Schulden und

• der Einführung eines Insolvenzverfahrens zur Verkürzung der Insolvenz,

folgt hier noch einmal eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuregelungen zum 1. Juli 2014:

Verkürzung der Zeit bis zur Restschuldbefreiung auf 3 oder 5 Jahre

Bisher hat die sog. Wohlverhaltensperiode (Zeit bis zur Restschuldbefreiung) 6 Jahre ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens gedauert. Diese Zeit kann jetzt auf 3 Jahre verkürzt werden.

Voraussetzung ist, dass 35% der InsolvenzForderungen beglichen werden können und die Kosten des Insolvenzverfahrens gedeckt sind.

Kann keine Quote von 35% erreicht werden, kann bei Zahlung der Verfahrenskosten eine Verkürzung auf 5 Jahre erreicht werden.

Insolvenzplan für Verbraucherinsolvenz

Eine noch stärkere Verkürzung auf 3-6 Monate ist jetzt über einen Insolvenzplan möglich. Die Begleitung durch einen erfahren Insolvenzanwalt ist ratsam – statt 6 oder 3 Jahren Insolvenzverfahren, können Betroffene innerhalb von einigen Monaten schuldenfrei werden.

Vorgerichtlicher Einigungsversuch – Bescheinigung einer “geeigneten Person oder Stelle”

Es darf ab 1.7.2014 die notwendig Bescheinigung über einen vorherigen Einigungsversuch nur ausgestellt werden, wenn eine persönliche Beratung mit eingehender Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Schuldners vorausgegangen ist ...

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