DNA-Analyse wegen einem Joint

von Mirko Laudon

Bayern ist für einen unnachgiebigen Umgang mit Straftätern bekannt – und auch gegen Kleinkonsumenten von Cannabis fährt besonders schwere Geschütze auf. Am 25. August 2010 wird ein Fahrradfahrer kurz vor ein Uhr nachts auf dem Münchner Karl-Marx-Ring von zwei Streifenpolizisten gestoppt, da er von einer verdächtigen Marihuana-Duftwolke umhüllt sei. Die Polizeibeamten durchsuchen den Radfahrer – finden allerdings nichts. Erst als die den Weg absuchen finden sie hinter ihm einen noch warmen Joint.

In Bayern werden auch Kleinkonsumenten unnachgiebig verfolgt // Foto: Chmee2/Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Der Radfahrer zeigt sich geständig, gibt zu mit Freunden an dem Joint gezogen zu haben, allerdings sei der Joint nicht seiner gewesen. Der bloße Konsum von Marihuana ist in Deutschland nämlich straffrei, der Besitz jedoch nicht. Allerdings wird anderswo in Deutschland dieser Besitz zum Eigenbedarf nicht weiter verfolgt – derartige Verfahren eingestellt. Doch nicht so in Bayern: Die Staatsanwaltschaft will es hier ganz genau wissen und gibt eine DNA-Analyse in Auftrag, die allerdings nichts Neues zutage fördert, denn der Beschuldigte hatte ja bereits eingeräumt, an dem Joint gezogen zu haben. Ob er jedoch das Marihuana auch gekauft oder den Joint gedreht hat – das kann freilich die solche DNA-Analyse nicht klären ...

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