„Der Anwalt gewinnt immer“

von Benedikt Meyer

Die Süddeutsche Zeitung (Herbert Frommer) befasste sich gestern unter der genannten Überschrift mit dem scheinbar schwieriger werdenden Verhältnis von Rechtsschutzversicherungen und Anlegerschutzanwälten (der Artikel ist leider nicht online verfügbar).

So wird (u.a.) berichtet, dass das Landgericht Bochum im April dieses Jahres die Klage eines mutmaßlich geschädigten Anlegers abgewiesen habe, weil diese „zu abstrakt” gewesen sei: Der Kläger habe Zeitpunkt und Umstände der Beratung nicht mitgeteilt (das Urteil ist – soweit ich recherchiert habe – leider nicht online verfügbar). Weiter wird aus einem Urteil des LG Lüneburg zitiert, in dem sich die Kammer Gedanken darüber gemacht habe, dass die Kanzlei Müller Boon Dersch mit Verfahren innerhalb eines Komplexes insgesamt einen zweistelligen Millionenbetrag erlöse. Für die Rechtsschutzversicherer bestehe das Ärgernis in solchen Verfahren insbesondere darin, dass der am Ende erlöste Schadensersatz häufig weit hinter den Anwalts– und Gerichtskosten zurückbliebe. Im Ergebnis – so die SZ – gewinne immer der geschäftstüchtige Anwalt. Diese Klagen der Rechtsschutzversicherungen kann man übrigens - mit vielen Nachweisen – auch bei Wagner: Achtung Anwalt (dort S. 149 ff.) nachlesen ...

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