Strafanzeige wegen TV total Turmspringen

von Mirko Laudon

Vor anderthalb Jahren verletzte sich der Schauspieler Stephen Dürr im Training zu Stefan Raabs „TV total Turmspringen“, als er beim Sprung vom Drei-Meter-Brett mit der Stirn auf die Wasseroberfläche aufprallte. Jetzt soll die Staatsanwaltschaft Köln gegen vier Gesellschafter der TV-Produktionsgesellschaft Brainpool ermitteln, die Dürr nun wegen gefährlicher Körperverletzung (§ 224 StGB) angezeigt habe.

Stephen Dürr (bekannt aus den täglichen RTL-Soaps „Unter uns“, „Alles was zählt“) sagte zu den Gründen der Strafanzeige:

„Die Herren von Brainpool haben sich nach dem Unfall um eigene Schadensbegrenzung gekümmert und nicht ernsthaft um meine Gesundheit. Ich gehe davon aus, dass mir zuvor notwendige Trainingsmöglichkeiten verwehrt wurden. Das Gefährdungspotenzial bei dieser Sportart Turmspringen wurde mir nicht dargelegt.“

Risikoeinwilligung und eigenverantwortliche Selbstgefährdung

Zunächst stellt sich die Frage, ob der TV-Show-Teilnehmer nicht in mögliche Körperverletzungen zumindest mutmaßlich eingewilligt habe. Bereits im zweiten Semester lernt ein Jurastudent, dass etwa Teilnehmer eines Fußballspiels konkludent in das Risiko einwilligen, sich bei dem Spiel durch leicht regelwidriges Verhalten der Mitspieler auch verletzten zu können (sog. Risikoeinwilligung1 ) ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK