Unzulässige Produktplatzierung im Fussball-Finale – der Ball liegt beim “Schiedsrichter sui generis”

von Liz Collet

In einem Verfahren gegen die Landeszentrale für Medien und Kommunikation (LMK) Rheinland-Pfalz wird um die Zulässigkeit der Produktplatzierung im Fernsehen beim Finaleder UEFA -Europa League gestritten. Zuständig für die Entscheidung ist diesmal ein “Schiedsrichter sui generis”.

Nach dem Rundfunkstaatsvertrag ist Produktplatzierung im Fernsehen ausnahmsweise u.a. in Sportsendungen zulässig, allerdings darf das Produkt dabei nicht zu stark herausgestellt werden. Die Klägerin betreibt einen Fernsehsender. Dieser übertrug im Mai 2011 das Finale der UEFA-Europa League, begleitet von zwei Live-Schaltungen in ein sogenanntes „Hasseröder Männercamp“.

In den Live-Schaltungen wurde ein Fußballexperte (Reiner Calmund) interviewt, neben dem vier Männer zu sehen waren, die im Rahmen eines Gewinnspiels ausgewählt worden waren. Sie trugen jeweils Sweatshirts mit den Aufdrucken der Brauerei. Während der ersten Live-Schaltung standen sie an einem Tisch, auf dem sich fünf gefüllte Bierkrüge mit dem Schriftzug der Brauerei befanden. In der zweiten Live-Schaltung spielten die vier Männer während des Interviews Tischfußball; vor dem Fußballexperten stand eine Flasche mit dem sichtbaren Emblem der Brauerei. In den 50 Sekunden bzw ...

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