Unfallschutz für Betriebsfeier?!?

von Thorsten Blaufelder

Eine Betriebsfeier mit Kollegen sollte immer vom Vorgesetzten oder dem Chef veranlasst worden sein. Denn nur dann stehen Arbeitnehmer bei einem Unfall unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, urteilte am Donnerstag, 26.06.2014, das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (AZ: B 2 U 7/13 R). Wünscht ein Vorgesetzter dagegen nur „viel Spaß“ und „gutes Gelingen“, reicht dies nicht aus, um von einer offiziellen Betriebsveranstaltung auszugehen, so der 2. BSG-Senat.

Damit scheiterte eine Jobcenter-Mitarbeiterin aus Berlin mit ihrer Klage auf Anerkennung eines Arbeitsunfalls auf einer betrieblichen Weihnachtsfeier. Sie hatte zusammen mit ihren rund 20 Team-Kollegen und der Team-Leiterin die Feier in einer Bowlingbahn am 16.12.2008 organisiert.

Die anderen Jobcenter-Teams waren nicht eingeladen. Die Kosten für die außerhalb der Arbeitszeit durchgeführte Feier wurden privat getragen. Der vorgesetzte Bereichsleiter wünschte den Kollegen noch „viel Spaß“ und „gutes Gelingen“.

Für die Klägerin endete die Weihnachtsfeier jedoch in einem schmerzhaften Sturz über eine Stufe. Die erlittenen Hüft- und Ellenbogenverletzungen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden. Auch eine Reha-Behandlung war erforderlich.

Den Unfall wollte die Jobcenter-Beschäftigte von der Unfallkasse Berlin als Arbeitsunfall anerkannt haben ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK