Bundessozialgericht sichert Unfallschutz während Rufbereitschaft

von Thorsten Blaufelder

Wird eine Rufbereitschaft dienstlich unterbrochen, etwa durch einen Anruf, beginnt sofort auch der gesetzliche Unfallschutz für Arbeitnehmer. Voraussetzung für Entschädigungsleistungen ist allerdings, ob die dienstliche Tätigkeit auch ursächlich für den Unfall war, urteilte am Donnerstag, 26.06.2014, das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel (AZ: B 2 U 4/13 R).

Geklagt hatte eine bei der Johanniter Unfallhilfe im Rheinland beschäftigte Altenpflegerin. Im Januar 2010 war sie während einer Rufbereitschaft mit ihrem Hund spazieren gegangen. Sie war fast schon wieder zuhause, als beim Überqueren einer Straße ihr Notfallhandy klingelte. Sie nahm das Gespräch an, übersah die mit Schnee bedeckte Bordsteinkante und stürzte. Dabei brach sie sich einen Fußknöchel.

Ihren Antrag auf Unfallentschädigung lehnte die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen ab. Die Unfallgefahr sei vorrangig durch den privaten winterlichen Spaziergang entstanden. Das Telefonat sei demgegenüber nur eine Nebentätigkeit gewesen ...

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