Manche Eltern sind wirklich bekloppt oder warum ein Junge nicht „T. M. Waldmeister“ heißen darf

von Thorsten Blaufelder

„Waldmeister“ eignet sich nicht als Vorname. Das so benannte Kind laufe Gefahr „der Lächerlichkeit preisgegeben zu werden“, befand das Hanseatische Oberlandesgericht (OLG) Bremen in einem am Freitag, 27.06.2014, veröffentlichten Beschluss (AZ: 1 W 19/14).

Es wies damit die Eltern eines im Juli 2010 geborenen Jungen ab. Nach ihrem Wunsch sollte das Kind die drei Vornamen „T. M. Waldmeister“ haben. Das Bremer Standesamt lehnte dies ab. Zwar seien Pflanzen wie Jasmin und Erika auch als Namen gebräuchlich. Mit „Waldmeister“ werde im deutschen Sprachraum aber allein die Pflanze bezeichnet, auch als Bestandteil oder Geschmacksrichtung für Getränke und Speisen.

Mit ihrer Klage argumentierten die Eltern, der Vorname „Waldmeister“ sei jedenfalls im englischen Sprachraum nachweisbar. Und auch in Deutschland verbinde damit jedenfalls niemand etwas Schlechtes.

Wie schon das Amtsgericht wies nun jedoch auch das OLG Bremen die Klage ab. Ein solcher Name sprenge die Grenzen elterlicher Freiheiten.

Zwar gehöre zum Sorgerecht der Eltern auch das Recht, den Kindern einen Namen zu geben ...

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