Die notwendige Körpergröße für die Pilotenausbildung

Eine Frau die wegen einer zu geringen Körpergröße nicht zur Pilotenausbildung zugelassen worden ist, kann mögliche Ansprüche nach dem AGG nur gegenüber der potentiellen Arbeitgeberin geltend machen. Gegen die das Bewerbungsverfahren durchführende Gesellschaft besteht kein Schmerzensgeldanspruch, wenn es an der notwendigen schwerwiegenden Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts fehlt.

So das Landesarbeitsgericht Köln in dem hier vorliegenden Fall einer Klägerin, die mit 161,5 cm Körpergröße die Mindestgröße zur Pilotenausbildung nicht erreicht und gegen die dadurch erfolgte Ablehnung auf Schadensersatz und Entschädigung geklagt hat. Ein Tarifvertrag, der Auswahlrichtlinien für die Pilotenausbildung enthält, sieht eine Mindestgröße von 165 cm vor. Die Fluggesellschaft hatte sich für die im Tarifvertrag vorgesehene Mindestgröße darauf berufen, diese sei erforderlich, um Flugzeuge sicher zu steuern. Geklagt worden ist gegen die Lufthansa AG, die das Bewerbungsverfahren durchführt und ihre Tochtergesellschaft, die Lufthansa Flight Training GmbH, bei der ein Schulungsvertrag mit erfolgreichen Bewerbern abgeschlossen wird. Die Klägerin beruft sich auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Sie verlangt insgesamt 135.000,00 Euro als Schadenersatz und Entschädigung. Die Klägerin sieht in der Mindestgröße eine mittelbare Diskriminierung wegen des Geschlechts, weil Frauen im Durchschnitt kleiner seien als Männer.

Das Arbeitsgericht Köln hatte als Vorinstanz die Klage abgewiesen. Zwar sei die Klägerin wegen ihres Geschlechts benachteiligt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK