Was Luis Suarez rechtlich zu befürchten hat

von Johannes Arnhold

Luis Suarez hat vermeintlich wieder zugebissen. Mal wieder. Damit dürfte die WM für ihn gelaufen sein. Möglicherweise drohen ihm aber auch weiter reichende rechtliche Konsequenzen.

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Warum dürfte die FIFA Suarez nachträglich sperren?

Die FIFA-Disziplinarkommission hat Ermittlungen im Fall der vermeintlichen Beißattacke aufgenommen. Eine entsprechende Kompetenz ergibt sich aus Artikel 77 a des FIFA-Disziplinarreglements. Danach ist die Disziplinarkommission zuständig für die Ahndung schwerer Vergehen, die vom Spieloffiziellen nicht bemerkt wurden. Die Nachprüfung ist also nur deswegen möglich, weil der Schiedsrichter bzw. sein Team die Szene nicht gesehen und nicht spielrechtlich bewertet und entsprechend auch keinen Hinweis oder Vermerk im offiziellen Spielbericht hierzu aufgenommen haben. Wäre das der Fall gewesen, läge eine Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters vor, die gemäß Regel 5 Abs. 2 der allgemeinen FIFA-Fußball-Spielregeln endgültig, also auch nicht überprüfbar ist.

Wer entscheidet über die Suarez-Sperre?

Die Disziplinarkommission der FIFA. Diese besteht aus 19 Mitglieder; den Vorsitz hat der ehemalige Schweizer Nationalspieler und heutige Rechtsanwalt Claudio Sulzer. Die Kommission kann entscheiden, wenn mindestens drei Mitglieder zusammen kommen. In Einzelfällen und bis zu einem Sanktionshöchstmaß von bis zu drei Spielen oder höchstens zwei Monaten kann der Vorsitzende auch allein entscheiden. Im Fall Suarez ist davon auszugehen, dass es zu einer “kleinen Lösung” kommt. Andernfalls wäre es wohl auch nicht möglich, eine Entscheidung bis zum nächsten Spiel der Uruguayer am Samstag gegen Kolumbien zu treffen ...

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