BID.op.ed Energieeffizienz: Drei unausgesprochene Bedingungen für eine erfolgreiche Effizienz-Politik

von Dr. Peter Nagel

● Debattenbeitrag von Dr. Nina Scheer MdB, SPD ●


An sich müsste ein Beitrag zur Energieeffizienz auf die hohen Potentiale der Energieeffizienz hinweisen, die geringen Kosten, mit denen diese erschlossen werden können, und die enormen Vorteile für Wirtschaft und Gesellschaft betonen, die eine verstärkte Nutzung der Energieeffizienz mit sich bringen wird. Dabei kann eine Fülle an Studien zitiert werden, die teilweise Jahrzehnte zurückliegen, etwa Untersuchungen des Wuppertal Instituts aus den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts, oder aktuell Studien z.B. von der European Climate Foundation (ECF) und Agora Energiewende. Ein schaler Beigeschmack entsteht aber mit Blick auf die dann einzugestehende und zunehmende Diskrepanz zwischen dem Bekenntnis zur Energieeffizienz einerseits und ausbleibenden bzw. unzureichenden Effizienzmaßnahmen andererseits.


Diese Umsetzungs-Diskrepanz erklärt sich teilweise daraus, dass einige zentrale Bedingungen für eine erfolgreiche Effizienz-Politik unausgesprochen bleiben und nicht in den Mittelpunkt der Debatte vordringen. Dies dürfte auch daran liegen, dass gewisse Maßnahmen unpopulär oder politisch unbequem sind.


Im Kern handelt es sich dabei um folgende Bedingungen und Grundsatzfragen:


Neue, zusätzliche Finanzierungsquellen müssen für Effizienz-Investitionen erschlossen werden


Auch wenn die Steigerung der Energieeffizienz in der Gesamtbetrachtung positive volkswirtschaftliche Effekte hat, gilt es zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschließen und zusätzliche Anreize zu schaffen, damit die (in der Regel) zusätzlichen, kapitalintensiven Investitionen zur Erschließung von Effizienz-Potentialen getätigt werden. Zwar werden durch die Verbesserung der Energieeffizienz Kosten für die Energiebeschaffung und -bereitstellung eingespart. Doch die wirtschaftlichen Vorteile einer höheren Energieeffizienz kommen z.T ...

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