Zusammenstoß mit einem Güterzug

Kommt es an einem unbeschrankten Bahnübergang zu einem Unfall zwischen einem Pkw und einem Zug, den der Autofahrer ganz überwiegend selbst verursacht hat, kann er keinen Schadensersatz verlangen. Trotz einer Gefährdungshaftung der Bahngesellschaft hat er den Schaden alleine zu tragen.

So hat das Oberlandesgericht Oldenburg in dem hier vorliegenden Fall eines Autofahrers, der 40 % seines bei einem Unfall mit einem Zug erlittenen Schadens ersetzt verlangt hat, entschieden und gleichzeitig das Urteil des Landgerichts Osnabrück bestätigt. Der Kläger versuchte am Morgen des 9. August 2011 mit einem Transporter im Emsland einen mit einem Andreaskreuz gekennzeichneten unbeschrankten Bahnübergang zu überqueren. Dabei kollidierte das vom ihm gesteuerte Fahrzeug mit einem Güterzug der Beklagten mit 30 Waggons. Das Fahrzeug des Klägers wurde von dem Zug ca. 50 m mitgeschleift. Der Kläger erlitt dabei schwere Verletzungen. Er begehrte im Prozess die Zahlung eines Schmerzensgeldes von 30.000,00 Euro. Dabei ging der Kläger nicht davon aus, dass die Beklagte die alleinige Haftung am Unfall treffe. Er verlangte vielmehr nur Ersatz in Höhe von 40 % des erlittenen Schadens.

In seiner Urteilsbegründung hat das Oberlandesgericht Oldenburg ausgeführt, dass der Kläger den Unfall ganz überwiegend selbst verursacht habe. Er hätte den Zug erkennen können. Der Kläger hatte eingeräumt, dass ihm bewusst gewesen sei, dass er vor dem Andreaskreuz hätte halten müssen ...

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