Wie relevant Litigation-PR wirklich ist

von Mirko Laudon

In vielen Kanzleien und Gerichten findet seit Jahren eine Diskussion um Litigation-PR statt. Die Frage nach prozessbegleitender Kommunikation spaltet die Juristen. Die eine Gruppe lehnt PR-Berater im Gerichtssaal generell ab. Schließlich sind die neuen Akteure im Prozess in aller Regel keine Juristen. Entsprechend kritisch werden sie beäugt. Wollen sie nicht den Kunden immer in die Medien bringen? Gefährdet ihr medialer Ansatz letztlich nicht die juristische Strategie? So oder ähnlich lauten Fragen, gelegentlich auch Vorurteile, gegenüber Litigation-PR. Die zweite Gruppe ist offener gegenüber prozessbegleitender Kommunikation. Aber auch sie fragt nach praktischen Einsatzmöglichkeiten, konkreten Beispielen der Zusammenarbeit sowie “Success Stories”. Beide Gruppen interessieren sich sehr für die Wirksamkeit von Litigation-PR.

Litigation-PR schützt die Reputation des Klienten, der sich in einer öffentlichkeitswirksamen, gerichtlichen Auseinandersetzung befindet. In enger Abstimmung mit den mandatierten Rechtsanwälten wird die juristische Strategie für die Medien übersetzt. Das letzte Wort haben jedoch stets die Prozessbevollmächtigten.

Die Frage nach der Relevanz von Litigation-PR meint aber auch, wann und in welchen Fällen Litigation-PR überhaupt sinnvoll eingesetzt wird. Prozessbegleitende Kommunikation kommt eine wichtige Funktion bei öffentlichkeitswirksamen Fällen zu. Hier drohen Unternehmen oder auch Einzelpersonen bereits frühzeitig Reputationsschäden, beispielsweise im Rahmen der Ermittlungen gegen sie ...

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