Schwarzbauten: Vorsicht beim Grundstückskauf

von Nadine Reimer

Egal ob es sich um ein Wohnhaus oder eine Garage handelt, Schwarzbauten werfen Probleme auf, wie auch der aktuelle Fall einer Rentnerin aus dem Bergischen Land zeigt, die ihr Wohnhaus abreißen lassen soll.

Im öffentlichen Baurecht gilt der Grundsatz, dass geplante Gebäude einer Baugenehmigung des zuständigen Bauamtes bedürfen. Die Baubehörden sollen einen Überblick über die auf ihrem Gemeindegebiet geplanten baulichen Aktivitäten erhalten. Durch das Genehmigungserfordernis soll sichergestellt werden, dass nicht unkontrolliert auf dem Gemeindegebiet gebaut wird. Die vorhandene Fläche soll bestmöglich ausgenutzt werden. Von diesem Genehmigungsgrundsatz gibt es bestimmte Ausnahmen, die in der Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen aufgelistet sind.

Entdeckt die Gemeinde auf ihrem Gebiet einen Schwarzbau kann sie dessen Abriss verfügen. Voraussetzung für diese einschneidende Maßnahme ist jedoch, dass es für das Gebäude keine Baugenehmigung gibt obwohl eine solche erforderlich ist und dass für das Gebäude auch keine solche erteilt werden könnte, weil das Gebäude an dieser Stelle in dieser Ausführung nicht zulässig ist.

Selbst wenn die Behörde einen längeren Zeitraum Kenntnis von dem Schwarzbau hatte und nichts unternommen hat, kann eine Abrissverfügung nur ausnahmsweise unverhältnismäßig sein ...

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