Vom Begriff des normalen Menschenund, von Verbrechensgenossen und von unqualifizierten Hausärzten

In einem heute publizierten Urteil kommt das Bundesgericht zum Ergebnis, dass die Vorinstanz den Antrag auf eine Begutachtung der Zurechnungsfähigkeit des Täters zu Recht abgewiesen hat. Zur Begründung macht es Ausführungen zu den Verbrechensgenossen und zum nicht eng zufassenden Begriff des normalen Menschen (BGer 6B_1101/2013 vom 26.05.2014):

Bei der Prüfung dieser Zweifel ist zu berücksichtigen, dass nicht jede geringfügige Herabsetzung der Fähigkeit, sich zu beherrschen, genügt, um eine Verminderung der Schuldfähigkeit anzunehmen. Der Betroffene muss vielmehr in hohem Masse in den Bereich des Abnormen fallen, zumal der Begriff des normalen Menschen nicht eng zu fassen ist. Seine Geistesverfassung muss mithin nach Art und Grad stark vom Durchschnitt nicht bloss der Rechts-, sondern auch der Verbrechensgenossen abweichen ...

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