Das mögliche Danaer-Erbe einer Beteiligung an einer Personenhandelsgesellschaft

von Philippe Rollin

Deutsche Familienunternehmen sind meist als Kapitalgesellschaften in Form einer GmbH organisiert. In der Minderheit, aber nicht ganz selten findet sich die Organisation als Kommanditgesellschaft (KG) oder offene Handelsgesellschaft (oHG). Eine Entscheidung des BGH (II ZR 121/12 vom 17. Dezember 2013) gibt Anlass, auf mögliche unerfreuliche Folgen des Erbens einer Beteiligung an einer solchen Gesellschaft hinzuweisen:

Wer eine Beteiligung an einer Personenhandelsgesellschaft erbt, erbt nicht nur die damit verbundenen vermögens- und nicht vermögensbezogenen Mitgliedschaftsrechte, sondern auch die bisher vom Erblasser übernommene persönliche Haftung für Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Diese ist bei einer oHG und beim persönlich haftenden Gesellschafter einer KG der Höhe nach unbegrenzt (§§ 128 S. 1, 161 Abs. 2 HGB). Die entsprechende Haftung des Erben bezieht sich nicht nur auf Verbindlichkeiten der Gesellschaft, die vor seinem Eintritt begründet wurden, sondern auch auf Altverbindlichkeiten (§ 130 Abs. 1 HGB) ...

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