Vielleicht geht´s ja so: Exkommunikation als Strafe für das organisierte Verbrechen

von Rainer Pohlen

Papst Franziskus, Foto: Jeffrey Bruno https://www.flickr.com/people/88601135@N08

Papst Franziskus ist ein Mann klarer Worte und unkonventioneller Maßnahmen. Er trägt – anders als seine Vorgänger – keine teuren roten Schuhe, wohnt in keinem Palast und lässt sich in einem alten Renault R4 durch die Gegend kutschieren. Das hat ihm weltweit viel Zuneigung und innerhalb des römischen Klerus sicher auch manche Feindschaft eingetragen, sägt er damit doch an den oft überheblichen und maßlosen Privilegien vieler Bischöfe und Kardinäle. Franziskus hält auch Schwule für Kinder Gottes und Sex ohne Zeugungsbereitschaft nicht unbedingt für Teufelswerk. Da kann man es ihm durchaus verzeihen, dass er an sich an andere alte Zöpfe wie den Zölibat oder die Beschränkung des Priesteramtes auf Männer noch nicht herangetraut hat.

Jetzt legt sich der argentinische Pontifex mit der Mafia an. Deren Clans, darunter explizit auch die kalabrische `Ndrangheta, seien ein Übel, das bekämpft werden müsse, hat er gestern vor zehntausenden Menschen in der italienischen Stadt Sibari verkündet. Die Mafiosi, so der Papst, lebten nicht in Verbundenheit mit Gott. Sie seien exkommuniziert.

Laut spiegel-online sind das die schärfsten Worte, die ein Papst seit 1993 gegen die Mafia gerichtet hat. Damals hatte Johannes Paul II. deren Verbrechen massiv verurteilt ...

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