40 Millionen Dollar Schadensersatz für 5 Männer, die zu Unrecht wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes verurteilt wurden.

von Rainer Pohlen

Manche unserer Leser erinnern sich vielleicht noch an den Fall des Bauern Rupp, der angeblich von seiner Ehefrau und den gemeinsamen Kindern zerstückelt und den Dobermännern zum Fraß vorgeworfen worden war. Nach erheblichem Vernehmungsdruck durch die ermittelnden Polizeibeamten hatten die intellektuell zurückgebliebenen Beschuldigten schließlich Geständnisse abgelegt und damit die ihnen nach Auffassung der Verteidigung vorgekaute Tathergangshypothese bestätigt. Sie waren zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden, die später im Wiederaufnahmeverfahren aufgehoben wurden, nachdem die unversehrte bzw. jedenfalls nicht zerstückelte Leiche des Bauern Jahre nach der angeblichen Tat in seinem Pkw sitzend aus einem Gewässer gezogen worden war. Eine Entschädigung für die abgesessene Haftzeit war der Familie mit der Begründung versagt worden, sie hätte ja mit den falschen Geständnissen selbst die Ursache für die Verurteilung gesetzt. Die mutmaßlich erheblich manipulativen Vernehmungsmethoden der Polizei gegenüber mental und intellektuell unterlegenen Beschuldigten blieben völlig unberücksichtigt.

Dass es auch anders geht, zeigt ein Fall aus den USA, der bei yahoo.news berichtet wird. Danach hat die Stadt New York sich jetzt mit 5 hispanischen und schwarzen Männern, die zu Unrecht wegen Vergewaltigung und versuchten Mordes zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt worden waren, auf 40 Millionen Dollar Schadensersatz geeinigt ...

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