Landesarbeitsgericht Köln: 135.000 Euro wegen Diskriminierung durch tarifvertragliche Mindestgrößenbedingung für Pilotinnen und Piloten?

von Liz Collet

Das Landesarbeitsgericht Köln verhandelt am 25. Juni 2014 über die Berufung einer jungen Frau, die von der Deutschen Lufthansa AG wegen ihrer Körpergröße nicht zur Pilotenausbildung zugelassen wurde. Diese macht 135.000 Euro als Schadensersatz und Entschädigung geltend und begründet diese mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG).

Die Fluggesellschaft hatte die Ausbildung abgelehnt, weil die 161,5 cm große Frau eine Mindestgröße von 165 cm nicht erreicht, die in einem Tarifvertrag vorgesehen ist, der Auswahlrichtlinien für die Pilotenausbildung enthält.

Die Klägerin sieht in der Mindestgröße eine mittelbare Diskriminierung wegen des Geschlechts, weil Frauen im Durchschnitt kleiner seien als Männer. Die beklagte Fluggesellschaft hält dagegen, die Mindestgröße sei erforderlich, damit das Flugzeug sicher gesteuert werden könne.

Beim Arbeitsgericht Köln blieb die Klage erfolglos, weil dieses zwar eine Benachteiligung der Klägerin wegen ihres Geschlechts bejahte ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK