Unzulässiger Notenschutz für Legastheniker und der Hinweis im Abizeugnis

Maßnahmen des Notenschutzes für Legastheniker sind in Bayern gesetzlich nicht vorgesehen und daher unzulässig. Das gilt auch für entsprechende Bemerkungen im Abiturzeugnis.

So hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in den hier vorliegenden Fällen zweier Abiturienten entschieden, die sich dagegen gewehrt haben, dass ihre Abiturzeugnisse Bemerkungen enthalten, nach denen unter anderem Rechtschreibfehler nicht bewertet wurden. Den Abiturienten war fachärztlich “Legasthenie” attestiert worden. Beim sog. Notenschutz werden – im Gegensatz zum bloßen Nachteilsausgleich, etwa durch Verlängerung der Bearbeitungszeit zum Ausgleich einer Behinderung – an den Legastheniker geringere Leistungsanforderungen als an die übrigen Schüler gestellt, z.B. indem Rechtschreibfehler in die Bewertung nicht einfließen. Nachdem die Klagen gegen in ihren Abiturzeugnissen enthaltene Bemerkungen vor dem Verwaltungsgericht ohne Erfolg geblieben waren, haben die Abiturienten ihr Ziel vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof weiter verfolgt ...

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