Sisyphus lässt grüßen – Immer mehr EVUs haben Schwierigkeiten ihren Jahresabschluss zeitnah fertigzustellen, aber warum?

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Die Energiewirtschaft wird immer komplexer. Dies gilt sowohl für die IT, die verschiedenen Geschäftsprozesse als auch für das Regulierungsmanagement. Wir bemerken in den letzten Jahren, dass EVUs zunehmend Schwierigkeiten haben, den Jahresabschluss zeitnah fertigzustellen. Warum? Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die unterschiedlichsten Engpässe sind schuld, zumal sie teilweise auf historisch gewachsenen Strukturen basieren. Soviel aber kann man sagen: Die Ursachen führen häufig nicht nur zu einem verzögerten Jahresabschluss, sondern auch zu Prozessineffizienzen in anderen Unternehmensbereichen.

Wenn der Jahresabschluss nicht fristgerecht fertig wird, bedeutet dies für ein EVU neben der eingeschränkten Managementinformation und einer unzureichenden Bedienung der Gesellschafter häufig zusätzliche Kosten. Der Jahresabschluss wirkt sich zudem naturgemäß auf die Steuererklärung aus. Ggf. drohen weitere finanzielle Schäden im Rahmen der Veröffentlichungspflichten. Aber die Finanzierungsmöglichkeiten können leiden, wenn die Bücher zu spät offengelegt werden. Darüber hinaus zeigen unsere Projekterfahrungen, dass die Ursachen für den Zeitverzug in Ineffizienzen in einzelnen Geschäftsbereichen liegen können und dadurch erhöhte Prozesskosten auftreten – beispielsweise bei Fehlern in der Energiemengenbilanzierung, fehlender Prozessabstimmung zwischen technischem und kaufmännischem Bereich, verspäteter Anlagenaktivierung, Verlust von Skontozahlungen, verspäteter EEG/KWK-Testierung und vieles mehr. Dazu kommt, dass der Mehraufwand nicht selten die Mitarbeiter überlastet.

Wie diese Schwierigkeiten zu lösen sind, ist ebenfalls nur schwer pauschalisierbar. Zunächst muss die Aufbauorganisation effektive und effiziente Geschäftsprozesse, auch unabhängig vom Jahresabschluss, ermöglichen und unterstützen ...

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