Häftling Hoeneß

von Mirko Laudon

Man muss keiner dieser selbsternannten „Experten“ sein, um zu wissen, dass es im Knast nicht besonders nett ist. Und auch für Uli Hoeneß werden die ersten zwei Wochen seiner dreieinhalbjährigen Freiheitsstrafe in der Justizvollzugsanstalt Landsberg kein Vergnügen gewesen sein.

Hoeneß in Landsberg auf der Krankenstation?

Zum Erstaunen vieler ist es doch die JVA Landsberg geworden und nicht – wie vermutet – deren Außenstelle für „ge­ho­bene Ansprüche“ in Rothenfelde. Allerdings so ganz unter „gewöhnlichen“ Kriminellen scheint Hoeneß dann doch nicht untergebracht zu sein – was ehrlicherweise aber auch nicht wirklich erwartet werden konnte. Nach einem Bericht der Abendzeitung, die einen Mithäftling für Informationen „gewinnen“ konnte, soll Uli Hoeneß auf der Krankenstation der JVA einquartiert sein. Die dafür notwendigen Atteste sollen (schwer vorstellbar) vom FC Bayern-Sportarzt Müller-Wohlfahrt stammen.

Größere Zelle und WM rund um die Uhr

Die Krankenstation soll ihre Vorteile haben, weiß die Abendzeitung zu berichten: Die Zellen sind geräumiger, entsprechen eher einer Vier-Mann-Zelle und verfügen über fließend warmes Wasser. Die größte Annehmlichkeit dürfte jetzt zur WM-Zeit allerdings ein Fernsehgerät sein, das anders als im Rest der JVA sogar rund um die Uhr benutzt werden darf. Und auch die Mahlzeiten darf er als spezielles Menü auf der Krankenstation einnehmen – von „Käfer“ stammt es dennoch nicht. Unterdessen wird allerdings schon das Bett hergerichtet und für Sauberkeit gesorgt – ähnlich wie in einem richtigen Krankenhaus sind diese Leistungen auch im Gefängnis inklusive ...

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