Während Arbeitszeit über 17.000 Dateien privat heruntergeladen – Kündigung nach 21 Jahren

von Thorsten Blaufelder

Laden Arbeitnehmer während ihrer Arbeitszeit 17.429 Musik- und Filmdateien privat aus dem Internet herunter, müssen sie mit einer Kündigung rechnen. Bei einem solchen exzessiven Surfverhalten schützt auch keine 21-jährige Betriebszugehörigkeit mehr vor dem Jobverlust, entschied das Landesarbeitsgericht (LAG) Schleswig-Holstein in Kiel in einem am Montag, 16.06.2014, bekanntgegebenen Urteil (AZ: 1 Sa 421/13).

Die Kieler Richter bestätigten damit die Kündigung eines Beschäftigten ohne vorherige Abmahnung, der während seiner Arbeitszeit den Internetanschluss seines PCs exzessiv für private Zwecke genutzt hatte. Der Arbeitgeber hatte sich zunächst über die massive Verlangsamung der Datenverarbeitungsprozess im Unternehmen gewundert.

Bei einer Untersuchung stellte er fest, dass der Kläger über seinen Rechner nicht nur zu Internetportalen wie Facebook oder Xing privat gesurft ist, es konnten auch 17.429 gelöschte Musik- und Filmdateien wiederhergestellt werden, die über Internettauschbörsen auf den Arbeitsplatz-PC gelangt waren.

Dem Arbeitnehmer wurde daraufhin ohne Abmahnung gekündigt ...

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