Schadenersatz auch ohne Helm

Wenn Fahrradfahrer unverschuldet in einen Unfall geraten, haben sie Anspruch auf vollen Schadenersatz, selbst dann, wenn sie keinen Schutzhelm tragen. Die gegnerische Versicherung ist nicht berechtigt, den Schadenersatz wegen möglicher Mitschuld zu mindern. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) heute entschieden.

Bildquelle: CFalk / pixelio.de

Der Hintergrund
Eine Radfahrerin aus Schleswig-Holstein fuhr auf dem Weg zur Arbeit ohne Helm und wurde von einer Autofahrerin, die am Straßenrand parkte und die Autotür unvermittelt öffnete, zu Fall gebracht. Bei dem Sturz erlitt die Radfahrerin schwere Kopfverletzungen.

Die Versicherung der Autofahrerin argumentierte, da die Radfahrerin ohne Helm gefahren sei, trage sie eine Mitschuld an ihren Verletzungen und wollte den Schadenersatz um 50% kürzen. Das OLG Schleswig gab der Versicherung recht, da die Geschädigte die Schutzmaßnahmen zu ihrer eigenen Sicherheit unterlassen habe, setzte aber die Mitschuld auf 20% herab ...

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