Kein Sonderausgabenabzug für den Selbstbehalt in der Krankenversicherung

von Wolfram Schlosser

Ist der Selbstbehalt im Rahmen der Versicherungsbeiträge bei Krankenversicherungen als Sonderausgaben abzugsfähig?

Dies Frage hat das Finanzgericht Köln verneint.

In dem entschiedenen Fall hatte der Kläger (und seine beiden Töchter) private Krankenversicherungsverträge abgeschlossen; dabei wurden geringere Versicherungsbeiträge durch einen Selbstbehalt erkauft.

In seiner Einkommensteuererklärung machte der Kläger zunächst einen Selbstbehalt als außergewöhnliche Belastung geltend.

Der Kläger wurde zunächst erklärungsgemäß veranlagt.

Mit Einspruch vom 15.12.2011 machte der Kläger geltend, der Selbstbehalt sei als Sonderausgaben zu berücksichtigen, da sie sich im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen nicht auswirken würden.

Der Beklagte wies den Einspruch als unbegründet zurück. Die hiergegen gerichtete Klage hatte beim Finanzgericht Köln keinen Erfolg.

Dem Kläger steht wegen seiner Zuzahlungen kein höherer Sonderausgabenabzug im Rahmen seiner Aufwendungen für Krankenversicherungen zu.

Nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a EStG gehören zu den Sonderausgaben u.a. Beiträge zur Krankenversicherung, wenn sie weder Betriebsausgaben noch Werbungskosten sind oder wie Betriebsausgaben oder Werbungskosten behandelt werden.

Zu den Beiträgen zu Versicherungen gehören nicht nur die eigentlichen Prämien, sondern auch die üblichen mit dem Versicherungsverhältnis zusammenhängenden und vom Versicherungsnehmer zu tragenden Nebenleistungen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK